Parrotia persica

 

Eisenholzbaum

Der meist mehrstämmige, sommergrüne bis ca.10-12 Meter hohe langsam wachsende Strauch oder Baum hat seinen Namen dem Umstand zu verdanken, dass die Dichte des Holzes so hoch ist, dass es sogar im Wasser untergeht. Ähnlich wie bei den Platanen blättert die Rinde in kleinen Schuppen ab und hinterlässt dann mehrfarbige Partien am Stamm. Im Alter entwickelt P.persica eine wunderschöne ausladende Krone. Die ca.10 cm langen Blätter sind verkehrt eiförmig und im Austrieb rötlich gefärbt. Später verfärben sie sich dunkelgrün, um dann im Herbst leuchtend orange-bis bordeauxrot und schließlich gelb zu strahlen. Die Blüten öffnen sich im März vor dem Laubaustrieb und sind recht unscheinbar aus der Entfernung. Bei genauerer Betrachtung fallen die länglichen, purpurroten Staubbeutel, die von grünlichen  Staubfäden getragen werden, auf. Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich eine Fruchtkapsel (auf dem oberen Bild zu erkennen ), die sich, wenn sie reif ist, explosionsartig öffnet und die Samen herausschleudert. Wegen seines Wuchses und seiner imposanten und ausladenden Krone sollte der Perückenstrauch nach Möglichkeit solitär stehen. So wie im unteren Bild in einer Rasenfläche zum Beispiel. P. persica gilt als robust und anpassungsfähig und ist in unseren Breiten ausreichend winterhart. Am liebsten steht er auf schwach saurem Lehmboden, der locker, humusreich und durchlässig ist. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Der Standort sollte vollsonnig (muss aber nicht unbedingt) und nicht zu windexponiert sein .

Ich habe das Glück, an dem hier fotografierten Exemplar regelmäßig vorbeizukommen und ihn so über einen längeren Zeitraum beobachten zu können. Wer einen etwas größeren Garten hat, dem sei er ans Herz gelegt.

 
20190628 073358

Älteres Exemplar

 
20190223 111436

Blüte Februar- März

 
 
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